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Mietmutterschaft

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Beschreibung

Mietmutterschaft - Eine Menschenrechtsverletzung

Renate Klein

übersetzt von Doris Hermans

Erste Auflage 2018 Marta Press, Hamburg

Neuauflage 2022 Spinifex Press: North Geelong und Mission Beach, Australien

© Renate Klein, 2018, 2022

Softcover, 210 Seiten


Druck und Distribution im Auftrag des Verlags:

Spinifex Press, c/KOFRA, Baaderstr. 30, 80469 München


Die Originalausgabe: Doublethink: A Feminist Challenge to Transgenderism

© Janice R. Raymond 2021, 2023

erschien 2021 ebenfalls bei

Spinifex Press: North Geelong und Mission Beach, Australien


Auf die nackten Tatsachen heruntergebrochen, ist Leihmutterschaft die Beauftragung/Kauf/Miete einer Frau, in deren Gebärmutter ein Embryo eingesetzt wird und die damit zum "Brüter" für einen Dritten wird. Die Leihmutterschaft wird von der stagnierenden IVF-Industrie stark gefördert, die nach neuen Märkten für Frauen über 40 und schwule Männer sucht, die glauben, sie hätten ein "Recht" auf eigene Kinder und eine "Familiengründung". Die Befürworter der Leihmutterschaft in reichen Ländern wie Australien und Westeuropa setzen sich für den Übergang zur kommerziellen Leihmutterschaft ein. Ihr kapitalistisches, neoliberales Argument ist, dass eine gut regulierte Fruchtbarkeitsindustrie die ausbeuterischen Praktiken der armen Länder vermeiden würde. Im Mittelpunkt des Projekts der grenzüberschreitenden Leihmutterschaft steht die Ideologie, dass die legalisierte kommerzielle Leihmutterschaft ein legitimes Mittel ist, um unfruchtbaren Paaren und homosexuellen Männern Kinder zu schenken, die alle oder einen Teil ihrer Gene teilen. Frauen, ohne deren Körper dieses Projekt nicht möglich ist, werden zu Brutkästen, zu Öfen, zu Koffern reduziert. Und das "Produkt Kind" ist eine handelbare Ware, die nie eingewilligt hat, ein "Baby zum Mitnehmen" zu sein: Es wird seiner leiblichen Mutter weggenommen und Fremden, den "Wunscheltern", übergeben. Dennoch sprechen die Befürworter dieser Praxis der reproduktiven Sklaverei von "Fair Trade Surrogacy" und "verantwortungsvoller Leihmutterschaft".

In Leihmutterschaft: A Human Rights Violation (Leihmutterschaft als Menschenrechtsverletzung) legt Renate Klein ihre Einwände gegen die Leihmutterschaft dar, indem sie die kurz- und langfristigen Schäden untersucht, die den so genannten Leihmüttern, den Eizellspenderinnen und dem weiblichen Partner eines heterosexuellen Auftraggeberpaares zugefügt werden. Klein geht auch auf die Rechte der Kinder ein und vergleicht die Leihmutterschaft mit den Praktiken der (Zwangs-)Adoption. Sie kommt zu dem Schluss, dass Leihmutterschaft, egal ob so genannte altruistische oder kommerzielle Leihmutterschaft, niemals ethisch sein kann, und skizziert Formen des Widerstands gegen "Stop Surrogacy Now". www.stopsurrogacynow.com Es sind die globalen Werbekampagnen, die unfruchtbare Paare und schwule Männer anlocken, die zum Aufbau einer grenzüberschreitenden Multimilliarden-Industrie geführt haben: Geld, das buchstäblich mit dem Fleisch von Frauen gemacht wird.


Dr. Renate Klein forscht seit langem auf dem Gebiet der Frauengesundheit und hat in den letzten dreißig Jahren viel über Reproduktionstechnologien und feministische Theorie geschrieben. Die Biologin und Sozialwissenschaftlerin war außerordentliche Professorin für Frauenstudien an der Deakin University in Melbourne. Sie ist Mitbegründerin von FINRRAGE (Feminist International Network of Resistance to Reproductive and Genetic Engineering) und eine der Erstunterzeichnerinnen von Stop Surrogacy Now.



Das Buch beschreibt was Mietmutterschaft ist und welche Leute es betrifft. Ich argumentiere, daas Mietmutterschaft eine Menschenrechtsverletzung von Frauen und Kindern ist, und dass sie weltweit abgeschafft werden muss. In Deutschland, der Schweiz und Österreich ist sie verboten und das muss auch so bleiben. Bei Mietmutterschaft bestellen sich Leute, die es sich leisten können ein Kind - also ein Objekt, dass einfach so gekauft wird. Durch Mittelsmänner finden sie eine Frau, der durch In Vitro-Befruchtung ein Embryo in ihre Gebärmutter transferiert wird. Das benötigt schädliche Hormone. Nach 9 Monaten, wenn der Embryo zum Kind herangewachsen ist in ihrem Körper, wird ihr ihr Kind nach einem Kaiserschnitt weggenommen und den sogenannten "Bestelleltern" übergeben. Es hängt völlig von ihnen ab, ob sie dem KInd je erzählen, wer seine richtige Mutter ist. Bei einem schwulen Paar wird auch eine Eizellenlieferantin benötigt. Auch dieser Vorgang braucht gefährliche Hormone und kann die Gesundheit dieser meist jungen Frau sehr gefährden. Bei kommerzieller Mietmutterschaft, die nur in einigen Ländern erlaubt ist (wie z. B in den USA und Ukraine) kostet das viel Geld, aber die Frauen bekommen nur einen kleinen Teil: der grösste Anteil geht in die Taschen der Mittelmänner. Bei der sogenannten "altruistischen" Mietmutterschaft, soll sich eine Frau aus Liebe bereitfinden, für andere Leute wie z. B. Familienmitglieder, ein Kind auszutragen. Leider endet das sehr oft schlecht und zerbricht auch Familien. Mietmutterschaft kann also reproduktive Prostitution beschrieben werden, sowie auch als Kindsverkauf. Sie widerspricht allen UN-Konventionen und speziell der UN Konvention zum Recht des Kindes.