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Gebären wie eine Feministin

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Beschreibung

Gebären wie eine Feministin - Dein Körper, Dein Baby, Deine Entscheidung


Autorin: Milli Hill

Originaltitel: Give Birth like a Feminist - Your Body, Your Baby, Your Choice (2019)

Deutsche Übersetzung: Sarah Heidelberger

Covergestaltung: Alyona Rutzen

Umfang: 336 Seiten

Einband: Softcover

Format: 13 x 20 cm

Gewicht: 370g

deutsche Erstveröffentlichung: 2022

(mit einem zusätzlichen Kapitel 8, das erstmalig auf Deutsch erschienen ist)

ISBN: 978-3-949537-07-3


Warum ist die Geburt bisher noch nicht als feministisches Thema aufgegriffen worden? Dieses Buch ist ein Leitfaden für Frauen, die sich fragen, was sie konkret zur Verbesserung der Geburtssituation beitragen können. Denn Frauen sind mindestens genauso wichtig wie das Kind, das sie in sich tragen.


Wie ein Arzt seiner Patientin mitteilte: „Ich habe Hunderte Babys zur Welt gebracht, Sie noch gar keins.“


"Man sagte mir, Geburten würden in den Medien als „Nischenthema“ gelten, obwohl ein jeder Mensch geboren wird und mindestens 80 % aller Frauen im Laufe ihres Lebens zumindest ein Kind zur Welt bringen. „Es ist doch nur ein einziger Tag“, hält man uns immer wieder vor. Doch die meisten von uns werden sich ihr Leben lang bis ins kleinste Detail an diesen Tag erinnern. Es ist an der Zeit, dass wir uns dagegen wehren, dass die Bedeutung von Geburten heruntergespielt wird. Das Thema Geburten ist wichtig, und es benötigt dringend die längst fällige Aufmerksamkeit des Feminismus." Milli Hill


Frauen, die ihr Baby komplett in Eigenregie gebären und dabei gleichzeitig voll auf die liebevolle Unterstützung vertrauen können, die im Hintergrund zur Stelle ist, schwärmen häufig von der Erfahrung. Sie sind tief beeindruckt vom Erlebnis, bei dem sie sich selbst als sexuelle Wesen wahrgenommen haben, als sinnlich, stark, vital und selbstbestimmt. Hört man ihre Geschichten, kann man gar nicht anders, als sich zu fragen, wie sehr sich die Welt verändern könnte, wenn mehr Frauen diesen transformativen Kraftschub erleben würden, während sie die Schwelle zum Mutterdasein überschreiten. Doch stattdessen wird es immer „normaler“, sich bei der Geburt alleingelassen, entmächtigt und traumatisiert zu fühlen.


Dank der lateinamerikanischen Geburtsaktivistinnen war Venezuela das erste Land, das eine Definition von Gewalt im Kreißsaal formulierte und sie zu einer von neunzehn Formen der strafbaren Gewalt gegenüber Frauen erklärte. Es ist hilfreich, diese Definition zu kennen und zu überlegen, inwiefern sie auf unsere eigenen Erfahrungen in der Geburtshilfe zutrifft, ganz gleich, wo auf der Welt wir uns befinden. Laut dieser Definition ist Gewalt im Kreißsaal: „Die Aneignung des weiblichen Körpers und seiner Reproduktionsprozesse durch medizinisches Personal in Form von entmenschlichender Behandlung, missbräuchlicher Medikalisierung und Pathologisierung natürlicher Prozesse, bei denen es seitens der Frau zu einem Verlust ihrer Autonomie und Möglichkeit zur freien Entscheidung über ihren Körper und ihre Sexualität kommt, was negative Auswirkungen auf die Lebensqualität der Frau hat.“


„Eine ‚gute Geburt‘ bedeutet mehr, als nur ein gesundes Kind zur Welt zu bringen.“


Wir alle bilden uns gern ein, dass wir freie Entscheidungen treffen, aber wir alle sind ein Produkt unserer Kultur, der Geschichten, die wir gehört, der Werbungen und Fernsehserien, die wir gesehen und der Erwartungen, die wir auf dieser Grundlage bezüglich der verschiedensten Ereignisse entwickelt haben. Gebärt man beispielsweise im Bett auf dem Rücken liegend, mag sich das nach freier Entscheidung anfühlen – aber dieser Entscheidung liegt eine Myriade an Einflüssen zugrunde, von Fernseh-Dokus, in denen typische Krankenhausgeburten gezeigt werden, bis hin zu der Tatsache, dass im Zentrum der meisten Geburtsräume ein riesiges Bett steht. All diese Einflüsse haben womöglich dazu geführt, dass man denkt, so würden „Geburten eben ablaufen“. Der Feminismus muss tiefer graben. Er muss Entscheidungen rund um Geburten und die Erfahrungen, die Frauen beim Gebären machen, im Licht der Menschenrechte neu bewerten und dadurch eine Welt erschaffen, in der gebärende Frauen eine deutlich größere Bandbreite an Entscheidungen treffen können.


Milli Hill hat die Kampagne "Positive Birth Movement" ins Leben gerufen, die Frauen bei ihrer Geburtsvorbereitung helfen soll, indem sie zum Beispiel in Kursen einen individuellen Geburtsplan erstellen und sich über das Thema Geburt umfassend informieren. Seit sie sich geweigert hat, "Mensch mit Gebärmutte" anstelle von "Frau" zu sagen, wird sie zunehmend als TERF beschimpft. Seitdem hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, gegen das Verschwinden des Wortes "Frau" zu kämpfen.


Am 10.01.2024 postete Milli Hill:

"Gestern habe ich eine Entschuldigung von @doulauk für das Online-Verhalten mir gegenüber von einem ihrer Mitglieder erhalten. Sie sind eine von mehreren Geburtsorganisationen, die ihre Mitglieder gewarnt haben, mich oder andere, denen sie nicht zustimmen, nicht zu schikanieren und zu diffamieren."